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Filmübersicht

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Speed-Dating, das ist jene Veranstaltung, zu der Männlein und Weiblein jenseits der dreißig sich in wenig anheimelnder Umgebung treffen, um jemanden kennen zu lernen. Triste Innenräume, keine Musik, farblose Getränke. Dafür zahlt man Geld und bekommt eine Uhr auf den Tisch und ein unbekanntes Gegenüber des anderen Geschlechts. In der vorgegebenen Zeit – meist fünf Minuten – redet man miteinander oder gegeneinander. Ist man mit der einen oder dem einen fertig, geht es zum nächsten Tisch, zum nächsten Gespräch. So hoffen Singles auf das Kennenlernen eines Partners. Das führt kaum je zum Erfolg. Nur die Hoffnung bleibt. Der Regisseur Ralf Westhoff hat aus der eigentlich traurigen Situation eine Komödie gemacht. Die kommt in den Zeiten, die nichts so sehr problematisiert wie Zweisamkeit oder ihr Scheitern, gerade recht. Er hat 18 völlig unbekannte Gesichter aus der Münchner Theaterszene gefunden, die er keineswegs als liebeshungrige Großstädter diffamiert, sondern mehr oder weniger sympathisch begleitet, allerdings mit schrägem Witz. Da diese Kurzflirts ohnehin komisch sind, kommt ein Film heraus, der sehr überzeugt und seit drei Monaten erfolgreich in den Programmkinos läuft, eben weil mit leichter Hand inszeniert und geschnitten ist. Da ist der Literaturstudent, der sich um die Umwelt sorgt und mit der Auto begeisterten Jasmin in nur zwei Minuten ein lautes Gezänk anfängt. Da ist die schüchterne Krankenschwester, die das Dating von ihren Kolleginnen geschenkt bekommen hat, die verliebt sich sofort in ihre männliches Gegenüber Jörg. Der aber ist völlig uninteressiert. Der Film hat kein wirkliches Happy End, aber vermittelt die Botschaft: Wenn sich nicht alles nur um Paarbeziehung und Zweisamkeit dreht, sind wir frei, uns zu finden. So wie in dieser Komödie geht es jedenfalls nicht.

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Komödie, 95 Minunten, ohne Altersbeschränkung

Filmdetails

Spielzeiten

24.09.2007
20:00 Uhr
23.09.2007
20:00 Uhr
21.09.2007
20:00 Uhr
20.09.2007
20:00 Uhr