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Filmübersicht

Am Limit

Pete Danquart hat mit seinem Dokumentar-Dramen „Heimspiel“, da ging es um hartes Eishockey und „Höllentour“, die Tour de France gesehen von einem, der die unmenschlichen Qualen der Athleten bewundert, auch wenn sie manchem sinnlos erscheint, Extremsport eben. Speedklettern nennt sich das, was den Stoff für Am Limit dient, einen Kinorausch von Bildern, die keiner so bisher gesehen hat. Gleich zu Anfang stürzt die Kamera wie ein Selbstmörder in die Tiefe, zeigt was ist, wenn einer der beiden daneben greift in der wahnwitzigen Eile, in der sie sich im Yosemite-Nationalpark in Kalifornien senkrecht aufwärts bewegen müssen, um ihren Rekord zu schaffen. Sie, das sind die oberbayerischen Brüder Thomas und Alexander Huber, die Huberbuam, wie man sie nennt. Das klingt urig nach Berg und Wald, was sie tun aber ist keineswegs so. Sie gieren nach Angst, sie zählen die Sekunden, sie klammern sich an Felsvorsprünge, die so groß wie ein Fingernagel sind, sie stürzen ab, mal der eine, dann der andere, hängen im Seil, versuchen es weiter. Das Scheitern steht lange nicht zur Debatte. Die Kameramänner sind ebenso wahnsinnig wie die Kletterer. Feuchte Hände beim Publikum. Daneben die Gesichter in der totalen Erschöpfung, jede Muskelfaser, sieht die Bandagen, die Haken und der Abgrund.
Pete Danquart gelingt wieder ein Film, der die Frage aufwirft: warum tun Menschen sich das an?
Der eine, Alexander (40) ist ein erfolgreicher Physiker, der andere Thomas (42) ein Idealist, ein Familienvater, sie sind Süchtige. „Warum musst Du das machen“, schimpft in einer wenig heldenhaften Szene seine Mutter mit Thomas,“ Du hast zwei kloane Kinder daheim“. Schulterzucken: „Wir haben keine andere Wahl“.

Bild::Am Limit

Dokumentarfilm, 97 Minuten, freigegeben ab 6 Jahren

Filmdetails

Land:
Deutschland / Österreich
Jahr:
2007

Spielzeiten

04.06.2007
20:00 Uhr
03.06.2007
20:00 Uhr
02.06.2007
20:00 Uhr
01.06.2007
20:00 Uhr
31.05.2007
20:00 Uhr